Orient Episode 18

Episode 18/24: Schlacht der Taktiker

Im Kampf kommt es nicht nur auf die Fähigkeiten der einzelnen Bushi an. Viel wichtiger ist das große Ganze. Wer wo mit welcher Aufgabe platziert wird und wer wie viel weiß. Wer die Spione des Feindes sind und wie viele Informationen man ihnen preisgibt. All das bringt Kuroko zur Meisterschaft im Duell der Taktiker.

Naoe führt Musashi und seine Freunde ins Mausoleum der Uesugi. Dort soll Musashi das Blut der Obsidiangöttin trinken, um ihre Kraft zu erhalten. Völlig zurecht findet er das ein wenig eklig. Naoe lässt das nicht gelten und flößt ihm das Blut trotzdem ein. Nur leider zeigt es keine Wirkung. Danach geht es zur Awaji-Insel mit einem neuen Plan im Gepäck. Das Ziel: Orochi vernichten, Lord Uesugi, der anscheinend doch nicht tot ist, befreien und nebenbei die Obsidian-Acht ebenfalls ausschalten. Doch der Feind hat Spione im Lager der Bushi platziert, die die Besprechungen gewissermaßen live übertragen. Das Vorgehen der Bushi ist also bekannt. Doch die Schwarzen Hunde haben die Rechnung ohne Kuroko gemacht, denn mittels eines Tricks hat sie die Spione längst gefunden und sie nur mit ausgewählten Informationen gefüttert.

Der Name der Folge ist wirklich treffend gewählt. Es geht hier nicht um die Kämpfe selbst sondern um ein taktisches Katz-und-Maus-Spiel. Es ist ein ständiges Auf und Ab von durchkreuzten Plänen und den wahren Plänen hinter den durchkreuzten Plänen. Gar nicht so einfach da den Überblick zu behalten. Mittels eines Tricks weiß Kuroko, wer die Spione sind. Denn echte Bushi würden niemals auf ihre Flaggen treten. Den Spionen ist es egal bzw. sie merken es noch nicht einmal. Clever gelöst und es funktioniert. So sehen die Feinde durch die Augen ihrer Spione einiges, aber eben nur das, was Kuroko sie sehen lässt. Interessant ist auch die Dynamik zwischen den Obsidian-Acht. Yatarou, zuvor noch bedrohlich, vor allem im Umgang mit Michiru, ist anscheinend der Schwächste der Brüder und in ihrer Gegenwart stottert er sogar. Da wirkt er fast wie ein ganz anderer Mensch.

Musashi selbst wird mit der Aufgabe betraut, die Erze, von denen Orochi sich ernährt, in die Luft zu sprengen, um den Kishin zu schwächen. Das funktioniert solange, bis Shiro auftaucht und den Sprengstoff fortteleportiert, nämlich zu der Flotte, die augenscheinlich Takedas Bushi-Brigade transportiert. Tatsächlich werden zwar Schiffe gesprengt, nicht aber Takedas Truppe. Orochi selbst wird mittels Feuer auf dem Wasser abgelenkt und ausgetrickst, sodass er die eigene Insel angreift. Es ist alles ein ziemlich großes Durcheinander.

Davor darf Musashi sich das Blut der Obsidiangöttin genehmigen. Oder wird er dazu gezwungen. Da kennt Naoe nichts. Nur leider zeigt es bisher überhaupt keine Wirkung. Vermutlich wird das erst in einem besonders brenzligen Moment passieren. Nebenbei gibt es auch ein paar Informationen über die Obsidiangöttin. Sie war es, die den Menschen überhaupt erst die Kitetsu-Klingen und damit eine Waffe gegen die Kishin übergab. Uesugi wurde anscheinend doch nicht getötet, sondern gefangen genommen? Zumindest sind seine Untergebenen fest davon überzeugt und wollen ihn retten. Vor diesem Hintergrund wirkt das viele Blut in der vorigen Episode noch alberner und übertriebener.

Nach so vielen Rückschlagen schlagen die Bushi nun endlich zurück und zum ersten Mal können sie auch Erfolge verzeichnen. Zumindest führen sie den Feind ganz schön an der Nase herum. Ich muss zugeben, dass ich bei den vielen Täuschungen und wahren Plänen hinter den vorgetäuschten Plänen ein wenig verloren bin und den Überblick verloren habe. Bis auf die Sache mit dem Blut bleibt Musashi wieder sehr im Hintergrund. Er ist eben ein kleiner Soldat im großen Ganzen. Noch. Kann mir vorstellen, dass sich das bald ändert, sobald die Obsidiangöttin wieder in ihm erwacht. So sehr wie das die ganze Zeit thematisiert wird, ist es sicher nur noch eine Frage der Zeit.

Verwirrend

6.5 out of 10 stars (6,5 / 10 Täuschungen)

© Crunchyroll

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