Uncle from Another World Episode 3

Episode 3/13: Ich bin dein On… deine Tante, Schatz

Youtube. Diese Plattform ist immer noch eine ganz neue Welt für den Onkel. Zwar verdient er mit Videos seine Brötchen, doch die Mechanismen von Internet-Communities sind ihm immer noch ein Rätsel. Gleichzeitig will der Onkel immer noch Takafumi und Fujimiya miteinander verkuppeln. Um Fujimiyas Vertrauen zu gewinnen verwandelt er sich sogar in die freche Elfe, die ihm in Granbahamal schon so manches Mal aus der Patsche geholfen hat.

Im Februar 2018 flattert Onkel und Neffe eine Mail ins Haus, weil Youtube einige Regelungen geändert hat. Das betrifft auch ihren Channel, denn sie haben zu wenig Abonnenten, um weiterhin durch Werbung Geld mit ihren Videos zu machen. Schnell wird klar, dass die seltsamen Antworten des Onkels auf Kommentare unter den Videos der Grund dafür sind. Doch als genau dieser Onkel bittet die Zuschauer auch erfolgreich, ihn zu abonnieren. Somit ist diese Krise abgewendet (nicht ohne zwischendrin eine neue Anekdote aus Granbahamal zu erzählen). Fujimiya kommt später zu Besuch und ist allein mit dem Onkel. Der will mehr über ihre Beziehung zu Takafumi erfahren, doch Fujimiya macht dicht. Kurzerhand nimmt der Onkel die Gestalt einer gewissen, bisher namenlosen Elfe an und gibt sich als Takafumis Tante aus. In diesem Moment kehrt Takafumi vom Einkaufen zurück. Als er seinen Onkel so sieht, hat er sofort einen Einfall für ein neues Video: Elfe spielt Guardian Heroes. Doch er nimmt nicht das Spiel auf, sondern wie die attraktive Elfe dieses Spiel spielt. Natürlich schlägt das sofort ein, doch der Onkel ist am Boden zerstört. So hat er sich das nicht vorgestellt. Fujimiya bekommt auch ihr Fett weg, denn die drei sehen sich Takafumis Erinnerungen aus der Schulzeit an und in diesen erscheint Fujimiya als gemeiner Rotzlöffel, der Takafumi quält.

Dafür dass der Onkel regelmäßig Zuschauer mit seinen seltsamen Antworten vergrault, sind 800 Abonnenten schon ordentlich. Aber eben nicht genug. 1000 ist die magische Zahl. Doch wie so schnell 200 weitere Fans gewinnen? Sicher nicht, indem man wie ein bockiges Kind darauf beharrt, dass alles in den Videos echt ist. Das hat schließlich schon einige Leute in die Flucht geschlagen. Der Onkel versucht es mit Ehrlichkeit und bittet einfach um mehr Abos. Takafumi malt sich schon den schlimmsten Shitstorm aus, in dem Internettrolle seinen Onkel fertigmachen, doch das bleibt aus. Stattdessen erhält der Onkel einen Abonnenten nach dem anderen. Takafumi erlebt zum ersten Mal den Zusammenhalt einer Internet-Community. Aber es ist zu lustig, wie der Onkel die ursprüngliche Mail von Youtube ignoriert, weil die ja auf Englisch ist. Gut, dass wenigstens Takafumi ein wenig aufpasst, sonst hätte es sicher bald ein böses Erwachen gegeben.

Auch die Anekdote aus Granbahamal bleibt nicht aus. Es geht um die Stadt Luvuldram, die von einer hohen Mauer und einer magischen Barriere vor den in der Gegend lebenden Monstern geschützt wird. Diese Barriere zerlegt der Onkel mal eben, einfach, weil ihn interessiert, ob er es kann. Und er kann. Schon strömen Zyklopen und ein Wolkendrache zur Stadt. Attack on Titan lässt grüßen. Noch während die Elfe sich zum Angriff bereit macht und losdüst, stellt der Onkel die schützende Kuppel wieder her. Die Elfe prallt einfach dagegen. Aber immerhin ist so die Stadt gerettet. Als sich der Verdacht auf den Onkel richtet, rettet die Elfe die Situation, indem sie andeutet, dass die Schutzzauber einfach alt sind und deswegen Aussetzer haben. Zum Dank lässt der Onkel die Elfe in Luvuldram einfach sitzen und zieht wieder seiner Wege. Typisch.

Fujimiya erlebt den Schock ihres Lebens, als sie sich selbst in Takafumis Erinnerungen sieht. Aber wie sie sich damals aufgeführt hat, ist wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht zur jetzigen Fujimiya. Richtig gemein war sie zu Takafumi. In ihrer Erinnerung kam sie sich dagegen eher wie eine niedliche Klette, die nicht von Takafumi abließ, vor. So können sich Wahrnehmungen einzelner Menschen unterscheiden. Währenddessen präsentiert der Onkel sich als Tante Elfe. Doch er täuscht Takafumi nicht eine Sekunde (im Gegensatz zu mir, ich dachte im ersten Moment wirklich, dass die Elfe ge-isekai-t wurde). Allerdings verwendet dieser das direkt für ein neues Video. Mit weiblichen Reizen will er die Zuschauer ködern und das funktioniert. Innerhalb weniger Minuten erreicht das Video schon über 200 000 Klicks. Doch so hat der Onkel sich das nicht vorgestellt. Er wollte sein Geschick in Guardian Heroes zeigen und nicht seine Elfengestalt. Aber eine attraktive Elfe schlägt nun mal mehr ein. Da können die beiden sich sogar hochwertiges Sashimi leisten.

Auch in dieser Folge geht es nur noch drunter und drüber, gleich ob es nun um Youtube-Abonnenten oder Fujimiyas dunkle Vergangenheit geht (wobei Letzteres arg übertrieben wird). Zum Ende hin schreien alle drei Figuren ihre Emotionen (Entsetzen, Triumph und Scham) einfach nur noch heraus. Die armen Nachbarn^^ Uncle from Another World macht mit den absurden Situationen und extremen Reaktionen immer noch Spaß, gerade weil der Anime sich selbst überhaupt nicht ernst nimmt.

Verrückt

8 out of 10 stars (8 / 10 Youtube-Abonnenten)

© Netflix

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