Parallel World Pharmacy Episode 3

Episode 3/12: Der vorsitzende kaiserliche Pharmazeut und der wiedergeborene Pharmakologe

Bisher musste Falma nur Kleinigkeiten heilen. Hier ein kleines Fieber, dort ein Gerstenkorn, nichts Lebensgefährliches. Das ändert sich, als sein Vater an den kaiserlichen Hof gerufen wird. Kaiserin Élisabeth leidet an einem schweren Lungenleiden und keiner räumt ihr große Chancen ein. Falma muss handeln, denn wie so oft hat die moderne Medizin auch hier eine Antwort.

Falmas Vater Bruno wird an den Hof gerufen, um die kranke Kaiserin zu untersuchen. Doch auch er kann nicht viel tun, außer Élisabeths Leiden ein wenig zu lindern. Man ist sich einig: Sie wird nur noch wenige Stunden überleben. Falma ist entsetzt, dass die besten Ärzte des Landes offenkundig nicht zu mehr in der Lage sind. Mittels einer schnellen Überprüfung identifiziert er die Krankheit der Kaiserin als Tuberkulose und bietet ihr ein von ihm entwickeltes neues Medikament an. Èlisabeth stimmt zu und Falma macht sich an die Arbeit. Doch Bruno ist misstrauisch. Er unterstellt seinem Sohn sogar, die Kaiserin vergiften zu wollen und greift ihn an. Erst Falmas Notizen rund um diverse moderne Medikamente machen ihn stutzig. Falma erzählt, dass er dieses Wissen seit dem Blitzschlag hat. Das kann Bruno akzeptieren und er stellt sich nicht länger in den Weg. Falma präsentiert sein Medikament und legt auch seinem Vater nahe, dieses einzunehmen, da er selbst erste Anzeichen der Krankheit zeigt. Gleichzeitig nutzt Falma die Gelegenheit, die versammelten Ärzte über Bakterien aufzuklären.

Falma kommt hier erstmals an seine Grenzen. Die Formel für Rifampicin, einer der vier Bestandteile, ist so komplex, dass er sie sich lieber zunächst notiert, da er sie sich sonst nicht gut genug vorstellen kann. Wie er dann schließlich alles herstellt, ist klasse in Szene gesetzt. Neben den üblichen Lichtblitzen wabern nun auch chemische Formeln um ihn herum und das sieht einfach toll aus. Hier merkt man auch den wissenschaftlichen Hintergrund, der weiterhin eine große Rolle für Parallel World Pharmacy spielt. Die Zusammensetzung des Medikaments ist nicht nur höchst komplex, die kranke Kaiserin wird auch nicht mit einer rettenden Dosis geheilt. Ein ganzes halbes Jahr muss sie ihre Medikamente nehmen. Bei einer schweren Krankheit wie Tuberkulose ist das aber nur logisch.

Brunos Sorgen sind durchaus begründet, da es seines Wissens kein Heilmittel gibt und er somit nicht weiß, was sein Sohn da jetzt zusammenmixt. Trotzdem ist sein Angriff ziemlich heftig. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet, eher mit einer Standpauke, wofür Falma sich denn bitte hält. Da kann Falma eigentlich froh sein, wie stark der Glaube an Yakushin ist. So erklärt Bruno für sich, dass sein Sohn eine Eingebung dieser Gottheit erhalten hat, sodass er sich nicht mehr gegen die neue Medizin sperrt. Doch das Gefühl, gar nicht mehr seinen Sohn vor sich zu haben, wird trotzdem immer stärker. Schließlich verhält Falma sich seit dem Blitzschlag einfach anders. Aber Falma kann auch von Bruno lernen. Der Umgang mit den Patienten selbst ist ihm noch fremd. Das hat sein Vater ihm noch voraus. Und hey, Brunos Methode der Blutuntersuchung ist viel schneller und effektiver, als was wir hier so kennen. Ein kleiner Tropfen Blut genügt schon. Magie macht es möglich.

Falma will sein Rezept nicht für sich behalten, sondern teilt es mit den anderen Anwesenden. Er will diese schreckliche Krankheit besiegen und dafür gibt er sein Wissen weiter. Das ist eine gute Sache. Trotzdem bin ich überrascht, wie wenig Gegenworte er bekommt. Die Existenz von Bakterien wird einfach akzeptiert, indem Falma sie den anderen unter dem Mikroskop zeigt. Niemand wirft ihm vor, das Bild manipuliert zu haben oder Ähnliches. Für den Fortschritt ist das natürlich gut, aber ein wenig unrealistisch ist es schon. Jedenfalls hat Falma sich jetzt einen Namen gemacht. Nur warum stehen locker zwanzig Typen im Schlafgemach der Kaiserin rum? Geht ja zu wie auf einem Bahnhof. Lasst die arme Frau ein wenig schlafen!

Eine klasse Folge. Parallel World Pharmacy besticht durch den wissenschaftlichen Hintergrund und realistischen Behandlungsmethoden. Ein wenig Gegenwind erfährt Falma noch, aber mit Yakushin, der Gottheit der Medizin, kann er sein wundersames Wissen gut erklären. Da er nun die Kaiserin persönlich heilen kann, befindet er sich in einer guten Position, um weitere moderne Medizin zu verbreiten und so das Leben der Menschen zu verbessern. Doch die Folge dient auch einem besseren Verständnis zwischen Vater und Sohn. Falma, der eher ein Theoretiker ist, lernt von Bruno, wie wichtig das richtige Auftreten gegenüber dem Patienten ist. Er weiß also keineswegs alles.

Pure LiebeSpannend

9 out of 10 stars (9 / 10 Bakterien unter dem Mikroskop)

© Crunchyroll

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