Shine on! Bakumatsu Bad Boys Episode 2

Episode 2/12: Erstrahle, o Schwert der Erinnerungen

Nach der ersten mehr oder weniger erfolgreichen Patrouille erwartet die Bad Boys der Shinsengumi nun ihre erste richtige Mission. Sakuma Shouzan soll an sein Ziel eskortiert werden. Doch richtig gut funktioniert das Teamwork innerhalb der Gruppe noch nicht. Werden sich die Bad Boys dennoch zusammenraufen und ihren Auftrag erfüllen?

Sakuma Shouzan will zur Marineausbildungsstätte eskortiert werden. Doch die Reise bleibt nicht ohne Hindernisse. Auf halbem Weg wird die Gruppe von Banditen überfallen. Die Bad Boys werden mit ihnen fertig, doch dabei kommen sie sich die ganze Zeit gegenseitig in die Quere. Schließlich dürfen sie die amerikanischen Dampfschiffe und ihre eindrucksvollen Kanonen bewundern. Allen wird klar, dass die Zeit des Schwerts sich ihrem Ende neigt. Als die Gruppe in einem Gasthaus übernachtet, wird Sakuya von seiner Vergangenheit als Auftragsmörder eingeholt. Sein ehemaliger Vorgesetzter stellt ihn zur Rede, weil er seinen Auftrag, Shouzan zu ermorden, nicht erfüllt hat. Doch Sakuya hat mit seiner Vergangenheit abgeschlossen. Es kommt zum Kampf zwischen ihm und Kawagami Gensai. Ichibanboshi stößt dazu und natürlich will er seinem Kameraden zur Hilfe eilen.

Shine on! Bakumatsu Bad Boys macht weiter wie in der ersten Episode. Die Bad Boys verbreiten wie gewohnt pures Chaos. Gerade der Kampf gegen die Banditen bietet einige Highlights, etwa wenn Suzuran seine Klinge durch pure Tollpatschigkeit einmal in der Mitte durchbricht, oder Bou mit seinem gigantischen Pinsel (was ist das überhaupt für eine Waffe?) auch seine Kameraden zu Boden schickt. Gyatarou profitiert von der Sonnenbrille, die Shouzan ihm kurzerhand schenkt, sodass die vielen Explosionen, die Sougen mit seinen Bomben verursacht, ihn weniger beeinträchtigen als den Rest (er wird nicht geblendet). Pures Chaos eben.

In dieser Episode wird Sakuyas Vergangenheit beleuchtet. Sein erstes Mordopfer war sein eigener Vater, denn der junge Sakuya konnte nicht mehr mitansehen, wie dieser ständig seine Mutter verprügelte. Verstehen kann man ihn da schon, aber aus dem Kontext gerissen präsentiert Sakuya das in einem denkbar schlechtem Licht gegenüber Ichibanboshi, der ein ganz anderes Verhältnis zu seinem eigenen, heldenhaften Vater hatte. Dass Sakuya ständig mit der Sanduhr hantiert, scheint auch keine Macke von ihm zu sein, sondern eine Angewohnheit der Auftragsmörderorganisation, der er angehörte. Bis der Sand durchgelaufen ist, muss der Gegner erledigt sein. So lautet die eiserne Regel. Gensai scheint ein herausfordernder Gegner zu sein. Mit seinem Schwert kann er mal eben den Boden durchtrennen und einen Teil der Klippe ins Meer stürzen lassen.

Das Teamwork mag noch nicht so recht funktionieren, die Bad Boys stehen aber dennoch füreinander ein. Zwar streiten sie ständig und beschimpfen einander, aber als Shouzan Sakuya verdächtig, ein Auftragsmörder, der auf seinen Kopf aus ist, zu sein, setzt sich Ichibanboshi für ihn ein. Beste Freunde werden gerade diese beiden wohl nicht werden, Kameraden sind sie aber allemal schon. Shouzan selbst ist auch eine ziemliche Nummer. So würdevoll, wie man sich einen Lehnsherrn vorstellt, ist er ganz und gar nicht. Er schreit viel herum und als sie im Gasthaus ankommen, fällt er erschöpft noch im Eingangsbereich auf den Boden nieder, um dort einzuschlafen. Sein Gedächtnis ist jedoch nicht zu täuschen. Er erkennt Sakuya, auch wenn es eine Weile dauert, ehe er sein Gesicht zuordnen kann.

Mir scheint, dass jeder der Bad Boys noch seine Vorgeschichte erhalten wird. In dieser Folge ist Sakuya an der Reihe. Dabei wird jedoch nicht unnötig auf die Tränendrüse gedrückt, sondern lediglich einige wenige Schlüsselmomente gezeigt. Die Dynamik innerhalb der Gruppe ist wie gewohnt unterhaltsam und absolut chaotisch. Aber die Folge ist nicht nur Klamauk. Auch ernstere Fragen werden aufgeworfen, etwa die Frage nach der Zukunft, wenn Samurai und Schwerter keine Bedeutung mehr haben werden.

VerrücktWitzig

8 out of 10 stars (8 / 10 Sanduhren)

© Crunchyroll

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