Smile of the Arsnotoria the Animation Episode 1

Episode 1/12: Schnupper, schnupper, schnupper!

Fast eine gesamte Folge nur über eine Teeparty. Das muss man mögen oder man braucht viel Geduld mit den knuffigen Mädels von Smile of the Arsnotoria the Animation. Doch die letzten Minuten dieser ersten Episode lassen vermuten, dass mehr Ernst in diesem Anime steckt, als es auf den ersten Blick scheint.

Arsnotoria, kurz Tori, und ihre vier Freundinnen treffen sich zum gemeinsamem Teetrinken. Davor muss noch Gebäck eingekauft werden, was sich als ein wenig schwierig erweist. Während der Teestunde wird über verschiedene Belanglosigkeiten gesprochen, etwa darüber, ob das Gebäck zuerst mit Sahne oder doch besser mit Marmelade bestrichen werden sollte. Das größte Problem bleibt ein Marmeladenglas, das sich partout nicht öffnen lässt. Zum Ende wechselt der Handlungsort zu einer brennenden Stadt, in der mysteriöse Umhangträger alle Bewohner abzuschlachten scheinen.

CGDCT („Cute Girls Doing Cute Things“) ist grundsätzlich eher weniger mein Fall. Allerdings klingt hier das Setting interessant. An einer wunderschönen Schule, die mehr an eine Burg erinnert, lernen die fünf Mädels sowohl Magie als auch die Etikette einer Lady. Leider bleibt Smile of the Arsnotoria bisher recht sparsam, was die Magie angeht. Die Gruppe rund um Tori wirkt bisher nicht besonders. Koal schläft die ganze Zeit, Pica hält sich für etwas besseres und Protagonistin Tori hat eine unglaublich nervige Fiepsstimme. Außerdem schnuppert sie die ganze Zeit an ihrem Haar, was irgendwie seltsam aber auf jeden Fall mal was Neues ist. Abra – pardon, ich meine natürlich Arbamelin – scheint der Bücherwurm in diesem Quintett zu sein und Mell die Hyperaktive.

Ich sage es geradeheraus: Die Teestunde ist langweilig. Ob nun Milch am Anfang oder am Ende in den Tee kommt oder Sahne oder Marmelade aufs Gebäck, interessiert mich nicht wirklich. Das Gerede von den Pentagram und dass die Mädels hier Magie und Etikette lernen, wirkt eher wie eine künstliche Erklärung für den Zuschauer. Wie Tori sich mit dem Marmeladenglas abplagt, ist ganz lustig. Interessanterweise entwickelt ihre Haarsträhne ein Eigenleben. Nur die letzten Minuten deuten auf eine größeren Konflikt hin. Dieser krasse Stimmungswechsel (von sorglos und knuffig zu düster und blutig) wird sogar mit einer Art Warnmeldung eingeleitet. Viel kann man aus diesen kurzen Szenen allerdings nicht ablesen. Somit fungieren sie eher als Teaser, nachdem die Teestunde so manchen auf eine falsche Fährte gelockt hat. Wird sich zeigen, ob wir in Zukunft mehr Teestunden oder mehr Ernst (oder auch eine Kombination aus beidem) bekommen werden.

Viel lässt sich nach dieser ersten Folge über Smile of the Arsnotoria noch nicht sagen. Das Setting weiß bisher zu gefallen, doch die Richtung, in die der Anime will, ist noch nicht ganz klar. Ich persönlich hoffe, dass wir noch ein wenig mehr Magie sehen werden. Bisher gibt es da nur Andeutungen und nur vereinzelte Szenen (die aber schon mal deutlich machen, dass Magie auch für sehr alltägliche Dinge wie das Erwärmen von Milch ganz natürlich verwendet wird).

5 out of 10 stars (5 / 10 feine Teetassen)

© Crunchyroll

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