Requiem of the Rose King Episode 24

Episode 24/24: Requiem of the Rose King

Auch in der letzten Episode weiß Requiem of the Rose King nicht so recht zu überzeugen. Es bleibt konfus und man merkt weiterhin an allen Ecken und Enden, dass gespart wurde. Gerade für das Ende hätte man sich deutlich mehr Zeit nehmen können.

Nach seiner Rückkehr geistern düstere Gedanken in Richards Kopf umher. Er betrauert seine vielen Verluste. Nur die Krone ist ihm geblieben und diese macht ihn nicht glücklich. Außerdem muss er mit der Offenbarung, dass sein Vater nicht sein leiblicher Vater ist, fertig werden. Im Wald trifft er James Tyrell alias Henry. Henry kann sich immer noch nicht erinnern, aber er spürt dennoch, dass ihm Richard wichtig ist. Es folgt die finale Schlacht gegen Richmond. Am Vorabend verbreitet sich die Nachricht, dass er Elisabeth geheiratet hätte – was seinen Anspruch auf den Thron und somit seinen Kampf legitimiert. Richmond selbst nimmt nicht an der Schlacht teil sondern schickt einen Doppelgänger. Außerdem schafft er es letztendlich seinen Stiefvater Stanley auf seine Seite zu ziehen. Ein Großteil von Richards Truppen läuft somit zur Gegenseite über. Die Schlacht ist verloren, was auch Richard, umzingelt von Lancaster-Soldaten, realisiert. Sein Ende scheint nah, doch im letzten Moment wird er von Henry gerettet. Er gibt sich kurzerhand als Richard aus, während Catesby den verwundeten und geschwächten Richard von der Schlacht fortbringt.

Mal wieder galoppiert Requiem of the Rose King durch die Geschichte durch. Für die Begegnung mit Henry nimmt der Anime sich zwar durchaus Zeit (und schafft dabei auch stimmungsvolle Bilder), doch gerade das große Finale kommt etwas kurz. Dabei meine ich noch nicht einmal die vielen Standbilder oder die dürftigen Animationen. Die Kämpfe standen schließlich noch nie sonderlich im Mittelpunkt dieser Serie. Doch gerade für die letzten paar Szenen hätte man sich mehr Zeit nehmen können, statt schnell schnell Henry auftauchen und Richards Platz einnehmen zu lassen. Immerhin ist es aber ganz passend, dass Catesby am Ende Richard fortbringt, denn er war von Anfang an an seiner Seite. Eine treuere und loyalere Seele wird man wohl kaum finden. Es wird nicht explizit gesagt, aber es deutet sich an, dass Richard letztendlich seinen Wunden oder seiner Krankheit erliegt. Ein tragisches Ende, das irgendwie passt. Dennoch hätte ich Richard wenigstens zum Ende hin ein wenig Glück gegönnt. Immerhin kann er zum Ende hin in seinem Traum noch einmal all seine Lieben wiedersehen.

Was bleibt, ist ein Anime, der viel mehr Potenzial gehabt hätte, hätte er sich mehr Zeit genommen. Die Adaption wird der Manga-Vorlage nicht wirklich gerecht und wäre ich ein Fan des Mangas, wäre ich ganz schön sauer. 24 Folgen sind eben viel zu wenig für 17 Manga-Bände. Hinzu kommen sparsame Animationen und zahlreiche „Faceless Men and Women“, da gerade Statisten und unwichtigen Figuren noch nicht einmal ein Gesicht spendiert wird. In der letzten Episode bleiben auch Hauptfiguren wie Richard und Henry davon nicht verschont. Handlungstechnisch liegt mir zu viel Fokus auf den Beziehungskisten, vor allem in der zweiten Hälfte. Hier hätte ich mir (auch im Manga) mehr Machtspielchen und Politik gewünscht.

5 out of 10 stars (5 / 10 Rosen)

© Crunchyroll

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